Bilder und Grafiken für das Web: JPG, PNG, SVG, GIF?

Dateiformate

Nicht selten stelle ich fest, dass Kunden in Einzelfällen falsche Dateiformate für Bilder und Grafiken verwenden. Einer der häufigsten Fehler ist sicherlich, das PNG-Format für Fotos zu nutzen. Dadurch entstehen unnötig hohe Dateigrößen und dementsprechend längere Ladezeiten.

Dass man Bilder und Grafiken möglichst nicht größer einbinden sollte, als sie auf der Website auch angezeigt werden, ist allgemein bekannt. WordPress und oftmals auch Themes erstellen beim Hochladen mehrere Formate, die man sinnvoll nutzen kann. Aber: Das ist im Zeitalter von hohen Auflösungen / Retina schon wieder überholt. Die kristallklare Darstellung hat ihren Preis, Bilder und Grafiken sollten etwas größer eingebunden werden.

Oftmals kommt die Frage auf, wie groß man Bilder in Fullwidth-Slidern maximal einbinden sollte. Ich empfehle in der Regel nicht mehr als 1.500-2.000 Pixel Breite. Sollten Bilder dann unschön aussehen, kann man einen Pixel-Overlay darüber legen. Das kennt man von Fotografie-Websites im Vollbildmodus.

Kommen wir nun zu den verschiedenen Dateiformaten:

JPG / JPEG

Das Dateiformat für Fotos. JPGs sind gut komprimierbar, am bekanntesten ist die JPG-Qualitätsoption in Photoshop von 1-12 (maximale Qualität). Das Foto oben in einer Größe von 1500 x 1000 Pixeln hat in der maximalen Qualitätsstufe 12 eine Dateigröße von 1.300 KB. Komprimiert man das Foto auf Qualitätsstufe 9, ist das Foto nur noch 430 KB groß. Die Stufen unter 9 führen meist zu unschönen Artefakten. Eine umfangreichere Komprimierungsfunktion ist das „Für Web speichern“ in Photoshop. Damit lässt sich noch mehr herausholen.

Wichtig zu sagen ist noch, dass eine JPG-Datei bei jedem Öffnen und Speichern in einem Bildbearbeitungsprogramm neu komprimiert wird. Die Qualität nimmt also bei jeder Bearbeitung weiter ab.

Auch erwähnenswert ist, dass die Dateigröße von der Menge an Details abhängig ist. Ein Foto von blauem Himmel ist viel kleiner als ein Foto von einer herbstlichen Wiese voller Laub.

PNG

Das Dateiformat für (simple) Grafiken wie zum Beispiel Logos. Gute Qualität, verhältnismäßig kleine Dateigröße, und vor allem: PNG können transparent sein, was im Webdesign in einigen Fällen benötigt wird. Auch bei PNG gilt: je detailreicher, desto höher ist die Dateigröße.

Auf keinen Fall sollte man den Fehler machen, Fotos als PNG einzufügen: Aus dem oben genannten JPG-Foto mit 430 KB werden beim Speichern als PNG gleich 2.200 KB.

SVG

SVG sind verlustfrei skalierbare, schlanke Vektordateien, die für Grafiken wie Logos und Icons gut geeignet, aber dennoch (noch) nicht stark verbreitet sind.

GIF

GIF-Dateien können simple Animationen beinhalten, aber nur 256 Farben darstellen. Das führt zu dem punktierten Aussehen. Auf Websites sind GIFs kaum noch anzutreffen, in sozialen Netzwerken schon eher.

Google Chrome 56: Warnung bei nicht verschlüsselten Websites

chrome56ssl

Eine SSL-Verschlüsselung (https://) ist nicht nur ein Ranking-Kriterium für die Google-Suche und rechtlich in vielen Fällen empfehlenswert. Seit Google Chrome 56 wird auf Login- und Zahlungsseiten, die nicht verschlüsselt sind, ein Warnhinweis angezeigt (siehe Screenshot).

Google plant langfristig, alle unverschlüsselten Verbindungen mit einem roten Warndreieck zu versehen. Eine Umstellung ist daher empfehlenswert.

siehe auch: SSL-Verschlüsselung für WordPress-Websites

Hilfe: Google Maps wird nicht mehr angezeigt

gmaps-api

In der letzten Zeit erhalten wir immer wieder Anfragen, weil eingebettete Karten von Google Maps nicht mehr angezeigt werden. Das ist in der Regel nach einem Update der Fall. Seit dem 22.06.2016 wird für Abrufe der Google Maps-API ein API-Key benötigt. Wer danach sein Theme oder ein Google Maps-Plugin aktualisiert, erhält die Fehlermeldung.

Fehler beheben

Das Problem lässt sich recht einfach selbst lösen:

Einbettung

Zuerst sollte man wissen bzw. herausfinden, wie die Karte eingebettet ist. Sie könnte direkt vom Theme oder auch von einem Plugin stammen. In den Einstellungen müsste sich ein Eingabefeld für den API-Key befinden.

API-Key erzeugen und eintragen

  1. https://developers.google.com/maps/documentation/javascript/get-api-key#key aufrufen und auf den Button „GET A KEY“ klicken.
  2. Mit einem Google-Konto einloggen.
  3. Bei „Anwendung für Google Maps JavaScript API, Google Maps Geocoding API, Google Maps Directions API, Google Maps Distance Matrix API, Google Maps Elevation API, Google Places API Web Service in der Google API Console registrieren“ / „Projekt erstellen“ auf „Weiter“ klicken.
  4. Nach einigen Sekunden erscheint „Anmeldedaten zu Projekt hinzufügen“ / „Google Maps JavaScript API“. Nun auf „Welche Anmeldedaten brauche ich?“ klicken.
  5. Anschließend wird der API-Key angezeigt, der in den Einstellungen eingetragen werden kann. Die Karte sollte danach wieder funktionieren.

„Exotische“ und neue Top-Level-Domains – Top oder Flop?

Domains gibt es wie Sand am Meer – oder eben nicht. Wer sich mal auf die Suche nach einer guten Keyword-Domain mit populären Endungen wie .de, .com, .net oder .org gemacht hat, wird das bestätigen können. So gut wie alles ist reserviert, die meisten Domains sind aber ungenutzt – und werden zum Verkauf angeboten.

Da bietet es sich an, auch andere Endungen in Betracht zu ziehen. Vor allem kleinere oder von Armut betroffene Staaten vermarkten ihre Domains, indem sie ihre Vergabepolitik sehr liberal handhaben und die Registrierung der Domains aktiv bewerben. Dabei entwickelt sich der Domainmarkt zu einem lukrativen Geschäft, da die Registrierungsgebühren teilweise deutlich über die tatsächlich anfallenden Kosten gesetzt werden. Die wichtigsten exotischen Top-Level-Domains stelle ich hier vor und gehe auch auf die neuen TLDs ein.



.ag

.ag ist die TLD des Inselstaates Antigua und Barbuda in der Karibik. Sie existiert seit September 1991. Die Registrierungsbehörde NIC.AG vermarktet die TLD unter anderem speziell an deutsche Aktiengesellschaften, was in der Vergangenheit schon häufig zu Rechtsstreigkeiten geführt hat. Das Oberlandesgericht Hamburg entschied daraufhin, dass eine .ag-Adresse nur von deutschen Aktiengesellschaften registriert werden darf und der Name der Adresse mit dem Namen des Unternehmens identisch sein muss.

Flop. Die TLD wird nicht genutzt.

Geotargetable: nein

249€ Jahresgebühr (Beispiel united-domains.de)



.cc

.cc ist die TLD der politisch zu Australien gehörenden Kokosinseln. Sie existiert seit Oktober 1997 und wird von eNIC verwaltet, einem Subunternehmen von VeriSign, dessen Mutterkonzern unter anderem die bekannte TLD .com verwaltet. Jeder kann eine .cc-Domain registrieren. Eine Besonderheit ist, dass die Domainbesitzer anonym bleiben. Die TLD wird gezielt als zweites .com vermarktet; auch wird mit verschiedenen Bedeutungen der Abkürzung CC geworben.

Flop. Die TLD ist gut zu merken, bis auf ganz wenige Ausnahmen aber unpassend. Die Beliebtheit hält sich stark in Grenzen – die TLD verbreitet sich nicht.

Geotargetable: ja

29€ Jahresgebühr (Beispiel united-domains.de)



.co

.co ist die TLD Kolumbiens. Sie existiert seit Dezember 1991. Die Verwaltung wurde zunächst von der Universidad de los Andes übernommen. Die Universität wollte 2001 versuchen, die TLD zu vermarkten, was von der Regierung Kolumbiens jedoch strikt abgelehnt wurde. Nach acht Jahren schließlich wurde die Verwaltung von der neu gegründeten .CO Internet SAS übernommen. Nach der Übernahme wurde die Registrierung für jede Person auch auf zweiter Ebene zugelassen. Die TLD wird als „neues“ .com vermarktet.

Top. Die TLD ist attraktiv, da sie dem populären .com ähnelt (sich aber trotzdem deutlich abhebt) und auch bei vielen länderspezifischen TLDs eine Domain auf zweiter Ebene für kommerzielle Unternehmen darstellt, zum Beispiel bei .uk als .co.uk. Einen richtigen Durchbruch hat die TLD noch nicht – aber sie ist schön und es ist auffällig, dass man sie immer häufiger in den Google-Suchergebnissen antrifft.

Geotargetable: ja

49€ Jahresgebühr (Beispiel united-domains.de)



.fm

.fm ist die TLD der Föderierten Staaten von Mikronesien, einem Inselstaat im Pazifischen Ozean. Sie existiert seit April 1995. Die TLD wird von dem dort ansässigen Unternehmen FSM Telecommunications Corporation verwaltet. Jeder darf eine Adresse registrieren. .fm wird häufig im Rundfunkbereich genutzt, da die Abkürzung FM mit dem UKW-Rundfunk assoziiert wird (zum Beispiel beim Internetradio last.fm).

Ohne Wertung. Nur für Radiosender geeignet.

Geotargetable: ja

99€ Jahresgebühr (Beispiel united-domains.de)



.me

.me ist die TLD von Montenegro, welche im Zuge der Unabhängigkeit des Landes im September 2007 erstellt wurde und die vorher benutzte TLD .yu ersetzt. Sie wird direkt von der montenegrinischen Regierung verwaltet. Während Adressen auf dritter Ebene Staatsbürgern Montenegros vorbehalten sind, darf jeder eine Adresse auf zweiter Ebene registrieren.

Top. Beim Start der TLD war sie extrem begehrt, da „me“ im Englischen „mich“ oder „ich“ bedeutet und gute Adressen wie date.me, love.me, like.me, insure.me, teach.me, ask.me und viele weitere möglich sind. Diese sehr lukrativen Adressen waren beim Start jedoch nicht verfügbar, sondern wurden erst später versteigert. Eine große Bekanntheit der TLD entstand durch die Nutzung als Kurz-Domains von Facebook (fb.me), WordPress (wp.me), Yahoo (me.me), deviantART (fav.me) oder Time Magazine (ti.me). Die TLD wird auch gerne für persönliche Websites genutzt. .me gehört mit .co eindeutig zu den Spitzenreitern der exotischen TLDs und genießt ein hohes Ansehen.

Geotargetable: ja

39€ Jahresgebühr (Beispiel united-domains.de)



.to

.to ist die TLD des Inselstaates Königreich Tonga. Die TLD wurde am 18. Dezember 1995 von der IANA zugewiesen. Die Domains unterhalb von .to werden von der Registrierungsstelle Tonic („Tongan Network Information Center“) verwaltet. Die Registrierungsstelle vergibt ihre Domains in einem automatisierten Verfahren ohne Einschränkung des Wohnsitzes des Antragstellers. Eine Besonderheit ist, dass Tonic keinen WHOIS-Dienst anbietet. Dadurch bleiben die Domainbesitzer anonym. In etwa einem Jahr verkaufte Tonic mehr als 9.000 Namen mit der Endung „to“. Zwischen 1997 und 2000 wurden nach eigenen Angaben etwa 50.000 „.to“-Abnehmer registriert. Bekannte Websites mit der TLD sind zum Beispiel der Kurz-URL-Dienst go.to, der Filehosting-Dienst uploaded.to oder die Video-on-Demand-Websites Movie2k.to und Kino.to (seit Juni 2011 beschlagnahmt).

Top & Flop. Die TLD genießt zwar einen recht hohen Bekanntheitsgrad, der Ruf ist aber eher schlecht. Spannend finde ich .to aber für Tourismus-Websites – ganz besonders, weil noch viele Domainnamen frei sind.

Geotargetable: nein

199€ Jahresgebühr (Beispiel united-domains.de)



.tk

.tk ist die TLD von Tokelau, einem von Neuseeland abhängigem Gebiet. Sie wurde am 7. November 1997 bei der IANA registriert. Formell untersteht die TLD dem staatlichen Telekommunikationsunternehmen Teletok. Operativ verwaltet und wirtschaftlich verwertet werden die Domains unterhalb von .tk jedoch von der Domain Name Registry Dot TK. Als Besonderheit vergibt die Registry ihre Domains direkt an Endkunden weltweit. Die Abkürzung TK kann für Telekommunikation stehen.

Flop. Unschöne TLD, die nicht genutzt wird.

Geotargetable: ja

19€ Jahresgebühr (Beispiel united-domains.de)



.tv

.tv ist die TLD des Inselstaates Tuvalu im Pazifischen Ozean. Sie wurde am 18. März 1996 von der IANA zugewiesen. Second-Level-Domains unterhalb von .tv werden bis 2016 von VeriSign verwaltet. Die Einnahmen aus der Verwaltung der Domains stellen einen wesentlichen Beitrag für den Kleinstaat mit einem Bruttoinlandsprodukt von ca. 20 Millionen Euro dar. Jeder darf eine Adresse registrieren. Die TLD ist besonders bei Websites populär, die im Fernseh- und Videobereich agieren, da die Abkürzung TV im Englischen für Television (Fernsehen) steht, und wurde zum Teil für Jahreskosten von bis zu 100.000$ verkauft (china.tv).

Ohne Wertung. Nur für TV-Sender geeignet.

Geotargetable: ja

49€ Jahresgebühr (Beispiel united-domains.de)



.ws

.ws ist die TLD von Westsamoa. Sie existiert seit Juli 1995 und wird von der ortsansässigen Computer Services Ltd. verwaltet. Registrierungen von Adressen finden ausschließlich auf zweiter Ebene statt. Es gibt keine weiteren Beschränkungen, so dass jeder eine .ws-Adresse registrieren kann. Die TLD wird gezielt als Abkürzung für „Website“ vermarktet, obwohl eine solche Abkürzung völlig ungebräuchlich ist.

Flop. Nach einem anfänglichen Hype hat sich die TLD als Flop entpuppt. Sie ist relativ unschön und wird nicht genutzt.

Geotargetable: ja

39€ Jahresgebühr (Beispiel united-domains.de)


Fazit

.co und .me sind wirklich gute TLDs – den Rest kann man mit Ausnahmen aber eher vergessen. Sollte man allerdings noch eine passende Domain finden… warum nicht? Teuer verkaufen kann man sie aber höchstwahrscheinlich nicht.



Neue TLDs

In Kürze wird es nahezu unbegrenzt neue TLDs geben. Von den neuen Endungen .web und .shop abgesehen (und das auch nur bei ausreichender Akzeptanz und Vermarktung), rechne ich mit keinem großen Durchbruch. Bereits jetzt gibt es viele TLDs (wie .aero, .jobs, .museum, .name, .travel), die überhaupt nicht genutzt werden.

30 frische Google Web Fonts für 2013

Google Web Fonts haben Typografie im Web revolutioniert. Es gab zwar schon vorher die Möglichkeit, beliebige Schriften ins Web zu bringen – und natürlich gibt es auch kommerzielle Anbieter. Aber dank Google Web Fonts wurden Web-Schriften massentauglich: eine große Menge kostenloser Schriften, besonders einfach einzubinden, performant und suchmaschinenfreundlich. Heute sind Google Web Fonts sogar in vielen WordPress-Themes integriert – und zwar nicht nur einzelne Fonts, sondern gleich alle zur Auswahl.

In diesem Artikel möchte ich 30 frische Google Web Fonts für 2013 vorstellen. Brandneue Fonts, wenig bekannte Fonts und Geheimtipps – mal ganz ohne Klassiker wie Open Sans oder Droid Serif!

Sans Serif

ABeeZee

Average Sans

Doppio One

Dosis

Exo

Gafata

Gudea

Julius Sans One

Numans

Oxygen

Questrial

Roboto

Scada

Signika

Titillium-Web

Serif

Alice

Amethysta

Andada

Average

Bitter

Brawler

Buenard

Cinzel

Esteban

Fenix

Lustria

Marcellus

Petrona

Radley

Trykker