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Mobile Websites mit WordPress

Smartphones eignen sich immer besser zum Surfen – nicht erst seit Erscheinen des Samsung Galaxy S III mit seinem satten 4,8-Zoll-Bildschirm. Wer einen Blick in die Statistiken von Google Analytics wirft, wird feststellen, dass Websites zunehmend mobil aufgerufen werden. Manche mehr, manche weniger – es kommt natürlich auf Art und Thema an. Mein Reiseblog beispielsweise wird inzwischen zu knapp 50% mobil aufgerufen. Vor einem halben Jahr waren es noch 30%.

Wenn man eine Website vom Smartphone aufruft, gibt es drei Szenarios:

  1. die Website ist nicht responsive und so klein, dass man Navigationspunkte kaum erkennen und Texte kaum lesen kann
  2. die Website ist responsive und passt sich der Größe des Displays an, die Navigation ist nutzbar und Texte sind gut lesbar
  3. man findet sich auf einer mobilen Version wieder

Klar, Website 1. ist in keinster Weise für mobile Geräte optimiert – hier muss man zoomen und tippen, um die Website nutzen zu können. Websites 2. und 3. sind dagegen für mobile Geräte optimiert, aber auf völlig verschiedene Art und Weise.

responsive

Eine responsive Website ist „liquid“, flüssig, passt sich also einfach der Auflösung des Geräts an. Testen kann man das gut, wenn man das Browserfenster am Computer größer und kleiner schiebt. Man sieht, dass die Website sich sofort anpasst und zusammen- oder außeinanderschiebt. Manchmal ganz flüssig, machmal in verschiedenen Stufen. Auch die Navigation verändert sich oftmals.

Diese Variante ist der Königsweg: Die Website ist toll nutzbar, „Look and Feel“ bleibt erhalten, an der Suchmaschinenoptimierung ändert sich nichts.

Eine Website responsive zu machen, ist mehr oder weniger aufwändig. Es bietet sich daher an, beim nächsten Relaunch auf ein responsive WordPress-Theme zu wechseln (siehe hier). Nur einen kleinen Wermutstropfen gibt es: Hier und da können Darstellungsfehler auftreten. Noch immer stecken responsive Websites etwas in den Kinderschuhen – und es gibt so viele verschiedene Geräte, Browser und Auflösungen, dass es eben Probleme geben kann. Es ist daher empfehlenswert, nicht ganz neue Themes zu nutzen – dann sind größere Fehler von der Community bereits gemeldet und die Fehler per Update behoben.

mobile Version

Die andere Variante ist, eine mobile Version der Website per Plugin zur Verfügung zu stellen. Plugins wären zum Beispiel WPtouch oder WordPress Mobile Pack.

Meiner Meinung nach ist das allerdings nicht mehr als eine Notlösung. Auch wenn man an den Farben schraubt – die mobile Version hat optisch nur wenig mit der eigentlichen Website zu tun. Außerdem ist die Website meist nur eingeschränkt nutzbar. Ein viel größeres Problem ist allerdings, dass Shortcodes zur Content-Strukturierung nicht korrekt angezeigt werden. Häufig gibt es auch noch Probleme mit der Suchmaschinenoptimierung. Plugins sind also ein nicht gerade eleganter Weg.

Fazit

Um ein responsive Theme kommt man nicht herum – wenn es eine Website ist, die häufig mobil aufgerufen wird (manche Websites nutzt man einfach kaum auf mobilen Geräten). Mit kleinen Problemen muss man anfangs rechnen, besser als eine Plugin-Lösung ist es allemal. Die Auswahl an responsive Themes für WordPress ist mittlerweile groß.

Foto: Galerie Theme, ColorLabs

Responsive WordPress-Themes stark im Kommen

Was ist responsive?

Responsive Webdesign bezeichnet eine Praxis im Webdesign, bei der der grafische Aufbau – insbesondere die Strukturierung der einzelnen Elemente – von Websites dynamisch und unter Berücksichtigung der Anforderungen des betrachtenden Gerätes erfolgt. Da die Auflösungen der Displays von PC, Laptop, Tablet-Computer oder Smartphone erheblich variieren, können Erscheinungsbild und Bedienung einer Website abhängig vom Endgerät stark eingeschränkt sein. Websites, die unter den Gesichtspunkten von responsive Design bereitgestellt werden, berücksichtigten die jeweiligen Anforderungen des Gerätes und optimieren die Darstellung automatisch für den Benutzer.

Das wird immer wichtiger, da das Internet zunehmend mobil genutzt wird.

Responsive WordPress-Themes

Responsive ist stark im Kommen. WooThemes, der größte Anbieter von WordPress-Themes, hat im Mai 2011 das erste responsive Theme veröffentlicht. Das im Dezember 2011 erschienene Standard-Theme von WordPress, Twenty Eleven, ist selbstverständlich auch responsive. Viele Anbieter bringen inzwischen nur noch responsive Themes auf den Markt, einige Anbieter rüsten sogar ihre älteren Themes nach und nach auf. Bei ein paar Anbietern ist Responsive dagegen noch überhaupt nicht angekommen – aber es eignet sich auch nicht für jeden Verwendungszweck.

Tipp: Hier lassen sich die besten responsive Themes finden.

Foto: Galerie Theme, ColorLabs