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Wichtig: WordPress 4.7.2 Sicherheitsrelease

Nutzer von WordPress 4.7 (oder 4.7.1) sollten unbedingt überprüfen, ob das automatische Sicherheitsupdate 4.7.2 installiert ist (wurde in der letzten Woche ausgerollt), bzw. bei deaktivierten automatischen Sicherheitsupdates das Update manuell durchführen.

Es wurde nun öffentlich, dass eine als hochkritisch eingestufte Sicherheitslücke behoben wurde. Genaueres dazu wurde in den ersten Tagen bewusst nicht öffentlich kommuniziert, damit Nutzer Zeit zur Aktualisierung haben.

via https://de.wordpress.org/2017/02/wordpress-4-7-2-sicherheitsrelease-update/

Wordfence 6.3: neues Dashboard

wordfence-dashboard

Die beliebte Sicherheitslösung für WordPress, Wordfence, hat ein größeres Update erhalten: Das Wordfence-Dashboard wurde mit Version 6.3 runderneuert. Das war längst überfällig – das Plugin funktioniert zwar gut, war aber immer sehr unübersichtlich.

Die wichtigen Daten werden nun ansprechend und übersichtlich präsentiert: Scan-Status, Benachrichtigungen, Funktions-Status, Abwehr-Feed, Firewall-Daten, geblockte IPs, geblockte Attacken, Top-Länder…

mehr Infos: Announcing Wordfence 6.3.0 – Exciting Improvements

Sicherheit: Updates empfohlen

Update-Check

Leider überschlagen sich momentan die Ereignisse: Die Sicherheitsfirma Sucuri hat zusammen mit dem Security Team von WordPress eine Sicherheitslücke entdeckt, die viele verbreitete Plugins betrifft. Die Entwickler der größten betroffenen Plugins wurden direkt kontaktiert.

Aus diesem Grund trudeln momentan viele Updates ein, die sicherheitstechnisch relevant sind. Auch ein Security Release von WordPress ist erschienen – Edit: und noch eins.

Nicht jedes Update kann sofort und ohne Anpassungen durchgeführt werden – und nicht jedes Update muss durchgeführt werden. Daher ist es empfehlenswert, unter „Aktualisierungen“ im Dashboard nachzuschauen, welche Updates sicherheitstechnisch relevant sind. Auf der Seite „Aktualisierungen“ gibt es bei jedem Update einen Link „Zeige Details von Version X“, der zu den Changelogs führt. Dort ist dann aufgelistet, ob es sich bei dem Update auch um einen Sicherheitsfix handelt.

Weiterführende Infos gibt es hier im Blog:
Fragen & Antworten zu WordPress-Updates und Sicherheit
Sicherheit bei WordPress: automatische Updates (auch für Plugins und Themes)
WordPress-Updates: was man wissen sollte
WordPress-Websites sichern mit VaultPress
WordPress ab Version 3.7 mit automatischer Update-Funktion

Von uns empfohlene Plugins und Dienste:
Wordfence Security
VaultPress

Fragen & Antworten zu WordPress-Updates und Sicherheit

In diesem Artikel möchte ich auf häufig gestellte Fragen unserer Kunden bezüglich Updates (von WordPress, Plugins und Themes) hinsichtlich Sicherheit eingehen. Los gehts!

Wie oft muss ich updaten?

Die Frage ist nicht allgemein zu beantworten: Wenn es nötig ist.

In diesem Zusammenhang möchte ich auch auf unseren Artikel Sicherheit bei WordPress: automatische Updates (auch für Plugins und Themes) verweisen.

Muss ich jedes Update durchführen?

Ganz klar: nein. Nicht jedes Update ist ein Sicherheits-Update. Für Updates gibt es auch andere Gründe, wie die Behebung von Fehlern und die Verbesserung und Erweiterung von Funktionen.

Wie erfahre ich, welches Update (von Plugin oder Theme) sicherheitstechnisch relevant ist?

Über die Changelogs, dem Logbuch der Änderungen. Bei vielen Plugins (und allen aus dem WordPress-Verzeichnis) erreicht man diese ganz einfach: In der Plugin-Liste auf „Details der Version X.X ansehen“ klicken und nachlesen, ob das Update Sicherheitslücken stopft. Bei Plugins, die nicht aus dem Verzeichnis stammen, sowie Themes, muss man beim jeweiligen Entwickler nachsehen.

Betrifft mich jede Sicherheitslücke überhaupt?

Nein. Es gibt Sicherheitslücken, für die ganz bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein müssen – die man unter Umständen in der eigenen Installation nicht erfüllt. Man sollte daher auch schauen, welche Lücke ein Update stopft.

Kann ich jedes Update sofort problemlos durchführen?

Nein. Es kann Probleme in Sachen Kompatibilitäten, Abhängigkeiten und getätigten Anpassungen geben. Hier muss man gut abwägen. Ich empfehle hierzu auch die Abschnitte 2. und 3. unseres Artikels WordPress-Updates: was man wissen sollte.

Was muss ich vor einem Update machen?

Unbedingt mindestens die Datenbank sichern, möglichst auch die Dateien per FTP.

Was mache ich, wenn eine Sicherheitslücke in einem Plugin bekannt wurde, es aber noch kein Update gibt, welches diese stopft?

Wenn es nötig ist (siehe „Betrifft mich jede Sicherheitslücke überhaupt?“), das Plugin vorübergehend deaktivieren UND löschen.

Gibt es weitere Fragen? Gerne im Kommentarbereich!

Sicherheit bei WordPress: automatische Updates (auch für Plugins und Themes)

Die Sicherheit von WordPress ist momentan in aller Munde. Nicht, weil WordPress eine generell unsichere Software ist, das kann ich nur immer wieder betonen. Sicherheitslücken gibt es in jeder Software, nicht nur in Content-Management-Systemen wie WordPress, sondern bekannterweise auch in Betriebssystemen von Rechnern, die an das Internet angeschlossen sind. WordPress reagiert auf gefundene Sicherheitslücken sehr fix und veröffentlicht umgehend Updates, die die Sicherheitslücken schließen.

Bei Hackern beliebt

Warum ist WordPress für Hacker besonders interessant? Es ist der Marktanteil von WordPress. Unter den CMS liegt er bei 60% – weit vor den Konkurrenten, die alle im einstelligen Prozentbereich liegen. Insgesamt sollen 20% aller Websites mit WordPress laufen.

Wer schon einmal mit anderen CMS arbeiten musste, kann bestätigen: WordPress ist eine ausgezeichnete Software. Der hohe Marktanteil hat gute Gründe, und auch Vorteile – man bedenke u.a. die riesige Auswahl an Plugins und Themes. Aber leider auch einen Nachteil… die Relevanz für Hacker.

Ganz klar muss man aber auch erwähnen: Hauptgründe für gehackte WordPress-Installationen sind erfahrungsgemäß unsichere Passwörter und verseuchte Arbeitsrechner.

Was wollen die (von mir)?

Hacks dienen in der Regel der Verbreitung von Schadsoftware über Websites auf Computer, in seltenen Fällen der Verbreitung von Propaganda.

Natürlich kann ein Unternehmen ganz gezielt von Hackern angegriffen werden – in der Regel läuft das aber automatisiert. Die Frage „Warum ich?“ ist damit beantwortet.

Automatische Sicherheits-Updates für WordPress…

Seit WordPress 3.7 werden automatische „Mini-Updates“ bzw. Security Releases automatisiert durchführt. Dabei geht es ausschließlich um Updates mit kleinen Versionsnummern, also z.B. von WordPress 4.1 auf Version 4.1.1. Die großen Updates, also z.B. von Version 4.1.1 auf 4.2, müssen aus guten Gründen manuell durchgeführt werden.

Das bedeutet aber nicht, dass man mit einer älteren Version, z.B. WordPress 3.9, keine Sicherheits-Updates erhält. In dringenden Fällen kann auch hier ein automatisches Mini-Update nachgeliefert werden. Allerdings nicht unbegrenzt.

Mit diesen kleinen automatischen Updates gibt es nur in den seltensten Fällen Probleme. Dennoch sollte man die Funktionalität der Website kurz überprüfen, nachdem man von seiner Installation per E-Mail eine Update-Benachrichtigung erhalten hat.

In machen Fällen sind keinerlei automatische Updates von WordPress erwünscht. WordPress bietet hier die Möglichkeit, über die Konfigurationsdatei automatische Updates zu deaktivieren.

…und für Plugins und Themes

Ein ganz aktuelles Thema.

Besonders Plugins und Themes können sicherheitstechnisch problematisch sein. Obwohl der WordPress-Codex bis vor kurzem gesagt hat, dass automatische Sicherheits-Updates von Plugins und Themes standardmäßig deaktiviert sind, gab es welche. Vor kurzem ein Sicherheits-Update von WordPress SEO by Yoast und vor einiger Zeit von Jetpack.

Das kann durchaus problematisch sein: Systemdateien von WordPress darf und sollte man selbst nicht modifizieren – nötig sein kann das aber bei Plugins (dann können die Anpassungen per Update überschrieben werden), und bei Themes (das gilt auch hier, besser ist ein Child-Theme, bei dem es nur in seltenen Fällen zu Funktionsstörungen kommen kann).

Der Codex-Text wurde inzwischen geändert. Das Sicherheitsteam behält sich das Recht vor, sicherheitsrelevante Updates für Plugins und Themes in Ausnahmefällen automatisiert durchzuführen. Die automatischen Updates sind natürlich nur bei Plugins und Themes möglich, die aus dem WordPress.org-Verzeichnis stammen.

WordPress bietet auch hier die Möglichkeit, automatische Updates (per Hook) zu deaktivieren.

Unsere wichtigsten Sicherheitstipps

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, eine WordPress-Installation (noch stärker) zu sichern. Hier die fünf einfachsten Tipps von uns:

  1. WordPress, Plugins und Themes, wenn nötig, möglichst aktuell halten.
  2. Augen auf bei der Wahl von Plugins und Themes – es gibt nicht wenige, die sicherheitstechnisch bedenklich sein können. Nicht mehr weiterentwickelte Plugins und Themes sollte man ganz meiden.
  3. Das kostenlose Plugin Wordfence nutzen. Das Plugin scannt WordPress-Dateien auf verdächtige Veränderungen, bietet eine Firewall, erweiterten Schutz der Login-Seite, und einiges mehr. Mit Benachrichtigungen per E-Mail.
  4. Sichere Passwörter verwenden! Mit einem Beschuss von Passwörtern auf die /wp-admin/-Seite kommt man sonst ganz schnell rein. Auch hier hilft Wordfence.
  5. Den Computer virenfrei halten. Ansonsten können Zugangsdaten ausgespäht werden – ganz automatisiert.

Keine Panik!

Die Wahrscheinlichkeit, betroffen zu sein, ist relativ gering. Und wenn etwas passiert, kann man durch das Ändern der Passwörter und das Einspielen eines Backups (notfalls vom Hoster) meist schnell wieder für Ordnung sorgen. Falls es dramatischer ist, gibt es noch Profis, die aufräumen können. Zu grobem Leichtsinn sollte das aber nicht verleiten.