10+ Webdesign-Trends für 2013

Das Jahr 2012 neigt sich dem Ende zu und das ist eine gute Zeit, den Blick auf Webdesign-Trends zu werfen – die sich zwar nicht an Jahren festhalten, aber trotzdem da sind.

Eigentlich wollte ich schreiben, dass die Zeit der Extreme vorbei ist. Zu starke Rundungen, Verläufe und Gloss sind ja längst out, aber auch noch aktuelle Extreme wie zu starke Schatten und Texturen, zu große Vektorgrafiken und sogar übertriebener Minimalismus sind im Verschwinden begriffen. Was bleibt sind stimmige, klare Websites mit großen Bildern, viel Platz und exzessivem Einsatz von Webfonts. Bei genauer Betrachtung wurden Extreme abgeschwächt und durch neue ersetzt. Aber die sind wirklich gut!

Werfen wir einen Blick auf aktuelle Trends, garniert mit WordPress-Theme-Beispielen.


große Bilder

Websites mit großen Hintergrundbildern oder riesigen Slidern sind ganz klar im Trend. Auch wenn ich persönlich Vollbild-Websites von Fotografen nicht mehr so wirklich sehen kann – es gibt auch andere, außergewöhnliche Anwendungsbeispiele, wie nachfolgend zu sehen (klick, auch auf Unterseiten).

Colorbow, CosmoThemes


außergewöhnliche Slider

Gewöhnliche Slider sind langweilig geworden – fast unerträglich sind inzwischen Modelle mit einem fetten Schatten darunter. Inzwischen sieht man dagegen häufiger toll integrierte Slider, die außergewöhnlich sind – z.B. mit wechselnden Hintergrundbildern und -farben, ungewöhnlich animierten Slides und Fortschrittsbalken.

Seekr, Themes Kingdom


Überraschung!

Es beeindruckt einen Nutzer, wenn etwas passiert, womit er nicht rechnet – allerdings darf er dabei keinesfalls verärgert werden. Ein positives Beispiel ist Scrollider von WooThemes: Scrollt man herunter, fährt der Contentbereich nach oben über den Slider, der seine Position behält. Einfach klasse.

Scrollider, WooThemes


volle Platz-Nutzung

Responsive Design ist Standard geworden und kann kein Trend genannt werden. Mehr und mehr werden die Bildschirme jedoch auch voll ausgefüllt, nicht nur mit Hintergrundbildern und Slidern. Das eignet sich allerdings nicht für jede Website, auf Usability (insbesondere Text-Lesbarkeit) muss geachtet werden.

Ink, Theme Trust


viel Whitespace

Noch mehr Freifläche, das ist auch modern. Und schön für die Strukturierung.

Hustle, WooThemes


Scrollen

Viele Inhalte auf einer Seite untereinander, klar voneinander abgetrennt – ein ganz heißer Trend, der uns 2013 noch öfter begegnen wird.

Blox, ThemeZilla


Flat Design

Minimalismus geht auch farbig, zumindest mit Farbspritzern. Schwarz-weiß ist langweilig geworden. Mit Farben können Nutzer wunderbar geleitet werden.

Venture, WPZOOM


Typografie

Ein ganz besonders wichtiges Thema. Dank der großen Verbreitung von Google Web Fonts wirken Websites, die Arial oder andere Standardschriften einsetzen, inzwischen ziemlich altbacken. Natürlich darf man es mit den Schriften auch nicht übertreiben. Hochwertig müssen sie sein, nicht wild kombiniert (chaotisch und problematisch in Sachen Ladezeit), sondern schön stimmig. Gute Beispiele gibt es da viele. Aber Vorsicht: Sehr häufig genutzte Schriften sind schnell wieder out. Individualität ist wichtig.

Mustache, cssigniter


hinterlegte Headlines

Nicht ganz neu, bis vor einer Weile aber nur spärlich anzutreffen: Headlines mit einem starken, farbigen Hintergrund.

Gadgetry, ThemeFuse


leichte Schatten

Mit den Schatten übertreibt man es nicht mehr. Ganz leichte Schatten sind aber noch gerngesehen.

Sentient, WooThemes


leichte Texturen

Ähnlich wie bei den Schatten sieht es auch mit Texturen aus. Vor einer Weile waren sie gern noch extrem, heute sind sie oft da, aber leicht und kaum erkennbar. Im Gesamtbild machen sie sich aber bemerkbar.

Diggity, CosmoThemes


noch immer Kreise

Kreise und Bullaugen werden heiß geliebt und sind noch immer nicht out.

Horizon, WPZOOM


und mehr

Feststehende Navigationen, Parallax Scrolling und Single-Page-Design sind seltsamerweise noch immer Randerscheinungen. Vielleicht kommt der endgültige Durchbruch 2013?

Habe ich noch etwas vergessen?

6 Antworten
  1. Pedro
    Pedro says:

    Slider echt? Also ich habe manchmal das Gefühl wenn ich noch einen Slider sehe kriege ich einen Tobsuchtsanfall.
    Die sind meist nicht schön Designed (das Bsp. bildet vielleicht eine Ausnahme). Und dann ist es grad bei WordPress ja so, dass doch nur Slider Templates genommen werden – h Überschriften werden von denen verwendet, solides Onpage SEO kann man vergessen….
    Ich persönlich bevorzuge Flat Designs – aber ich kann ja nicht entscheiden wer welches Webdesign nehmen soll. Zumal ein Webdesign Geschmackssache ist. Und am Ende (als WP Agentur wisst ihr das wohl mit am besten) macht man das was der Kunde wünscht!

    Antworten
    • David Damjanović
      David Damjanović says:

      Hi Pedro,

      bei Slidern ist es wie bei den Websites drumherum… Kann schön, aber auch schrecklich sein.

      Ich empfehle den LayerSlider (http://codecanyon.net/item/layerslider-responsive-wordpress-slider-plugin-/1362246) immer gerne und passe den auch für Kunden an. In Sachen SEO ist der sehr gut, weil sich jedes Element einzeln anpassen lässt. So kann man z.B. für den Titel von Slide 1 h1 nehmen und für die Titel von weiteren Slides h2.

      Flat Design liebe ich auch, aber auch da kann man schlichte, zurückhaltende Slider verwenden. Gibt aber auch tolle Websites ohne Slider…

      Viele Grüße
      David

      Antworten
  2. Pedro
    Pedro says:

    Ein Slider Plugin wo man soviel einstellen kann ist natürlich super – besonders wenn nicht jeder Slider eine h1 bekommt – wie ich es leider bei vielen WP’s gesehen habe.

    Am Ende kommt man um Slider auch nicht drumrum – also nahezu jeder Kunde will mindestens einen.

    Ich schaue mir das Plugin gleich mal an – Danke!

    Antworten

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