Video: das ist der neue WordPress-Editor „Gutenberg“

Ab WordPress-Version 5 (2018) soll WordPress mit einem neuen Editor namens Gutenberg ausgestattet werden, der – einfach bedienbar – umfangreiche Möglichkeiten bietet. Der Editor arbeitet mit Blöcken, in die auch Widgets eingesetzt werden können, und erinnert an eine Mischung aus Layout Builder und Customizer.

Gutenberg ist bereits als Plugin verfügbar, befindet sich allerdings noch in der Betaphase und sollte nicht produktiv eingesetzt werden.

Ich habe den Editor bereits umfangreich getestet und finde ihn gewagt, aber sehr gut. Über Gutenberg wird allerdings kontrovers diskutiert, was man unter anderem an den Bewertungen sieht. Aber das ist gut so. Hoffentlich sind mit dem Endergebnis im nächsten Jahr (fast) alle zufrieden.

Ich habe eine Demo aufgezeichnet, in der ich die wichtigsten Funktionen zeige:

00:00 allgemeiner Aufbau
00:38 Blöcke einfügen und editieren
02:11 Dokument-Einstellungen
02:18 Block-Einstellungen
02:59 Textmodus
03:13 Undo
03:34 Veröffentlichung und Frontend

Plugin-Tipps: diese Plugins sind für jede WordPress-Installation empfehlenswert

Heutzutage sind viele Funktionen bereits in Themes integriert. Es gibt aber Plugins, die unersetzlich sind – nachfolgend die wichtigsten Tipps.

Sicherheit

Sicherheit ist ein wichtiges Thema. Es gilt, unbefugten den Zugriff auf Login und Daten zu verwehren. Manuelle Maßnahmen gibt es viele, Security-Plugins auch. Wir empfehlen das Plugin Wordfence Security. Es schützt den WordPress-Login, scannt Dateien nach Veränderungen und beinhaltet eine Firewall. Das Plugin ist kostenlos, es wird aber auch eine Premium-Version mit weiteren Features angeboten (ab 99 $ je Website und Jahr).

Backups

Ein Thema, welches häufig noch immer zu wenig Beachtung findet: das regelmäßige Sichern von Dateien und Datenbank. Wenn man etwas zerschießt, ein Plugin querschlägt, bei einem Update Probleme auftreten, oder gar wenn man gehackt wird, kann man unbesorgt sein, wenn man Sicherungen hat. Wir empfehlen insbesondere den Dienst VaultPress von Automattic/WordPress.com (ab 39 $ je Website und Jahr). Sicherungen werden automatisch durchgeführt, auf VaultPress-Servern gespeichert, und sind über einen Kalender zurückspiel- oder downloadbar. Das klappt aufgrund der Funktionsweise auch bei sehr großen Websites oder schwachen Servern. Die Daten werden allerdings auf Servern in den USA gespeichert. Eine Plugin-Lösung, die bei ausreichender Server-Performance und bis zu einer bestimmten Datengröße recht gut funktioniert, ist BackWPup (kostenlos, Premium-Version ab 39 € je Website und Jahr).

SEO

WordPress ist zwar gut für Suchmaschinenoptimierung vorbereitet, um ein gutes SEO-Plugin kommt man aber nicht herum. Beliebte Plugins sind Yoast SEO (kostenlos, Premium-Version ab 89 $ je Website und Jahr) und All in One SEO Pack (kostenlos, Premium-Version ab 97 $ je Website und Jahr). Statt der integrierten Sitemap-Funktion kann man Google XML Sitemaps (kostenlos) separat nutzen. Zwar bietet Yoast SEO seit einiger Zeit einen Easy-Mode, eine umfangreiche Konfiguration sollte man aber auf jeden Fall von einem Profi durchführen lassen.

Performance

Websites müssen schnell sein – gerade in Sachen SEO inzwischen ein sehr wichtiger Punkt. Bei Verwendung eines trägen Themes oder vieler Plugins kann eine Optimierung unumgänglich sein. WP Rocket (ab 39 $ je Website und Jahr) ist ein Plugin, welches die wichtigsten Funktionen beinhaltet und auch für Laien recht gut zu bedienen ist. Umfangreiche Profi-Lösungen, die aufwändig konfiguriert und individualisiert werden können, sind W3 Total Cache (kostenlos) und WP Super Cache (kostenlos). Damit lässt sich bei guter Konfiguration das Maximum herausholen.
Wichtig ist auch eine gute (optisch verlustfreie) Komprimierung der Bilder. Das ist zum Beispiel mit Optimus (kostenlose Testversion, Premium-Version ab 29 € je Website und Jahr) möglich – auch für bereits hochgeladene Bilder. Aber Achtung: Nachträgliche Änderungen an bestehenden Bildern (auch Dateigröße) können vorübergehend das Ranking in der Google-Bildersuche beeinflussen.

Formulare

Die meisten Themes bzw. Layout-Builder beinhalten Formulare, mit denen man aber schnell an Grenzen stößt. Eine Top-Lösung ist das Plugin Gravity Forms (ab 59 $ je Website und Jahr). Der Funktionsumfang ist gewaltig, die Bedienung dabei aber noch verständlich. Eine kostenlose Alternative ist Ninja Forms.

Spam

Antispam Bee (kostenlos) bietet praktische Funktionen und schützt zuverlässig vor Spam-Kommentaren.

Tipps für die Plugin-Suche bei wordpress.org

Im Plugin-Verzeichnis von WordPress gibt es aktuell 52.532 Plugins. Bei der großen Auswahl ist es manchmal nicht einfach, das beste Plugin zu finden. Hier einige Tipps für die Suche.

Vorab aber noch ein Hinweis: Es ist nicht empfehlenswert, auf einer produktiven Website Plugins zu testen. Das sollte man in einer Testinstallation machen, die im besten Fall eine unabhängige Kopie der Website ist. Das Testen von Plugins kann nicht nur zu Funktionsstörungen führen, sondern durchaus auch zu Datenmüll, der sich beim Deaktivieren und Löschen des Plugins nicht selbst entfernt.

1. Suchbegriff

Die besten Ergebnisse erhält man in der Regel, wenn man genau das eingibt, was man sucht – und zwar in englischer Sprache. Möglichst Fachbegriffe, durchaus auch Abkürzungen. Der Suchbegriff „Google optimieren“ führt nur zu einem Ergebnis, welches auch nicht viel mit dem Thema zu tun hat. Der Suchbegriff „SEO“ (Search Engine Optimization) führt dagegen direkt zum Ziel. Bei der Wahl des richtigen Suchbegriffs kann auch Google helfen.

2. Plugin-Name

Nach Eingabe des Suchbegriffes werden die Ergebnisse aufgelistet. In der Regel kann man anhand des Titels eine gute Vorauswahl treffen.

3. Bewertungen / Rezensionen

Ein sehr wichtiger Punkt: die Bewertungen. Wie viel Sterne hat das Plugin? Bei wie vielen Bewertungen? Je mehr, desto besser und aussagekräftiger. In der Regel.

4. Beschreibung

Im Beschreibungs-Tab hat der Entwickler die Möglichkeit, sein Plugin zu beschreiben, Bilder, Links und FAQ hinzuzufügen. Wenn der Tab gut gepflegt ist, kann man hier einiges über das Plugin erfahren.

5. Autor / Mitwirkende

Auch wenn man kein WordPress-Profi ist, der die guten und beliebten Namen kennt, kann man hier einiges herausfinden. Zum Beispiel, welche anderen Plugins der Autor entwickelt, und wie diese bewertet sind.

6. Aktive Installationen

Ein äußerst wichtiger Punkt, fast noch wichtiger als die Bewertungen. Hat ein Plugin wenig aktive Installationen, ist es wahrscheinlich nicht gut (außer, es ist ganz neu). Und es ist wenig Anreiz auf der Seite des Entwicklers da, das Plugin zu pflegen und weiterzuentwickeln. Natürlich haben Nischen-Plugins wenige aktive Installationen, aber hier lohnt sich ein Vergleich mit anderen Plugins zum Thema.

7. Kompatibilität

„Erforderliche WordPress-Version“, „Getestet bis“ und „Erforderliche PHP-Version“ gibt darüber Auskunft, ob das Plugin in der Installation und auf dem Server funktionieren wird.

8. Support

Ein Blick in den Supportbereich lohnt sich. Gibt es viele (schwere) Probleme? Werden die Probleme schnell gelöst? Wie schnell reagiert der Support?

9. Entwicklung

Hinter dem Tab „Entwicklung“ sind die Changelogs zu finden. Hier listet der Entwickler die Änderungen verschiedener Plugin-Versionen. Sind die Changelogs gut gepflegt, ist das ein gutes Zeichen.

10. Version

Interessant ist auch die Versionsnummer: Version 0.8? Betaversion, möglichst nicht produktiv verwenden. Version 1.2? Noch ein recht junges Plugin. Wenn es das Plugin aber schon lange gibt, ein nicht immer gutes Zeichen. Version 3.5? Das Plugin wurde bzw. wird umfangreich weiterentwickelt.

11. Zuletzt aktualisiert

Der letzte Punkt ist nicht zu verachten: Hier wird angezeigt, wann das Plugin zuletzt aktualisiert wurde. Im besten Fall liegt das letzte Update nicht lange zurück. Was man pauschal aber nicht sagen kann: Gerade kleinere Plugins, die nicht stark in WordPress eingreifen, müssen unter Umständen nicht oft aktualisiert werden.

Hier gibt es Tipps für die Suche nach Premium-Themes: Guide: Was man beim Kauf eines Premium-Themes unbedingt beachten sollte (aktualisiert)

Plugin-Tipp: Page Builder von SiteOrigin

Der Page Builder von SiteOrigin ist ein Layout-Builder, mit dem man Seiten umfangreich gestalten kann. Einige Features und Besonderheiten:

  1. funktioniert mit jedem Theme
  2. Drag & Drop im WordPress-Stil
  3. Live-Editing-Funktion
  4. WordPress-Standards – funktioniert mit den Standard-Widgets
  5. in viele Sprachen übersetzt
  6. kostenlos
  7. kostenloser Support

Erweitern lässt sich der Layout-Builder mit dem ebenfalls kostenlosen SiteOrigin Widgets Bundle. Wer noch mehr benötigt, erhält im Premium-Paket für 29$ zahlreiche praktische Addons.

Hier ein kurzer Überblick:

PHP 7: Turbo (nicht nur) für WordPress-Websites

Die Programmiersprache PHP, auf der WordPress basiert, ist in Version 7 zwar bereits seit Ende 2015 verfügbar, in vielen Fällen allerdings war das Warten aus Kompatibilitätsgründen empfehlenswert, beziehungsweise nötig. Zwar ist WordPress schon lange kompatibel mit PHP 7, bei vielen Themes und Plugins sah das aber anders aus. Inzwischen hat auch der langsamste Entwickler die Kompatibilität hergestellt. Solange man keine alten Themes oder Plugins nutzt, bei denen die Entwicklung komplett eingestellt ist, ist ein Wechsel nun in der Regel sicher möglich. Prüfen sollte man trotzdem, zum Beispiel mit dem PHP Compatibility Checker.

Die Umstellung auf PHP 7 erfolgt beim Hoster, in der Regel kann man sie im Kundenbereich selbst durchführen. Nach wenigen Minuten (bei manchen Hostern Stunden) wird man merken, wenn es soweit ist: Durchschnittlich halbiert sich die Ladezeit der Website. Das stellen wir bei vielen Kunden fest, aber auch bei WP-Agentur.de – nun sind Ladezeiten von unter einer Sekunde möglich, wir haben sogar bereits 0,6 Sekunden gemessen, das wohlgemerkt ohne Caching oder Minification!

Mit PHP 7 verbrauchen PHP-Operationen deutlich weniger Ressourcen. Mit der gleichen Serverleistung sind also mehr Operationen möglich, was sich an der Ladezeit bemerkbar macht.